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Coach Support Center Oberösterreich

Oberösterreich ist ein Bundesland, das sich in den letzten ein bis zwei Jahren durch hervorragende Strukturinitiativen und Ideen für den (Nachwuchs)-Spitzensport hervorgetan hat. Das neu initiierte "Coach Support Center" scheint das i-Tüpfelchen zu sein ...

Unter der Federführung von LR Michael Strugl, der sich nicht nur einen idealtypischen Strategieentwicklungsprozess auf seine Fahnen heften darf sondern es auch geschafft hat, seine beiden Verantwortungsbereiche Wirtschaft und Sport zusammenzubringen, konnten in Oberösterreich einige wichtige Projekte bereits realisiert werden: Eine Turn- und eine Leichtathletikhalle wurden eröffnet, das Olympiazentrum auf der Gugl wird gerade ausgebaut, … Das „Coach Support Center“, das am 5. Oktober vorgestellt wurde, setzt dieser ganzen Entwicklungsarbeit nun die Krone auf. Der Erfolg zeigt sich vielleicht nicht kurzfristig – die Maßnahme legt aber die Basis für mittel- und langfristigen Erfolg.

Warum ist dieser Ansatz so wirkungsvoll?

  • Sportstätteninfrastruktur ist zwar essentiell (ohne Sprungschanze kann ich keinen Skisprung trainieren), wesentlich wichtiger ist aber die Investition in die „menschliche Infrastruktur“: Gute Coaches machen viel aus schlechter Infrastruktur, schlechte Coaches sind auch in der besten Infrastruktur wirkungslos.
  • Der jeweilige Coach ist (neben dem privaten Umfeld) der Knotenpunkt für jeden Sportler. Diese Aufgabe ist extrem herausfordernd, sie erfordert breites Wissen, enorme Handlungskompetenz und nicht zuletzt auch Managementfähigkeiten. Coaches brauchen dabei unbedingt Unterstützung – ihre Fehler haben große Auswirkungen vom Verpassen oder Misslingen einer Saison bis hin zum Karriereende aus gesundheitlichen Gründen oder wegen Überlastung.
  • Die sportliche „Lebensdauer“ eines Athleten ist vergleichsweise kurz bemessen, die eines Coaches hingegen deutlich länger. Die entwickelte Leistungsfähigkeit wirkt beim Coach viel länger.
  • Ein Coach wirkt immer weiter auf mehrere Personen. Strategisch ist es nur sinnvoll, solche Multiplikatoren zu befähigen.
  • Die Verbindung dieses Kompetenzzentrums mit dem Olympiazentrum ist ideal: Im Olympiazentrum lebt der Spitzensport in einem Bundesland, hier sind wesentliche Teile der Spitzensportkompetenz eines jeden Bundeslandes konzentriert. Von hier aus ist die „Infektionsgefahr“ mit einer Sport- und Leistungskultur am größten. Es macht nur Sinn, diese beiden Kompetenzzentren zu verbinden. Diese Nähe bringt Wirkungskraft.

Das Land Oberösterreich beschreibt das „Coach Support Center“ folgendermaßen:

… ein Think Tank und Kompetenzzentrum rund um das Thema Coach und Trainer, Coaching und Trainerarbeit. Eingerichtet wird das „Coach Support Center“ (CSC) im Olympiazentrum Sportland Oberösterreich auf der Gugl. Es soll ein inter-/national anerkanntes Kompetenzzentrum sein, das sowohl den Menschen als auch das Coaching im Fokus hat und nachhaltig eine positive Sportkultur entwickelt. Es beinhaltet Think Tank, Support, Wissensvermittlung, Performance Management, Innovation. Es beschäftigt sich mit den Fragen der Zukunft von Coaches und Trainingsarbeit und setzt auf drei Säulen auf: Coaches unterstützen, Weltklasse-Coaches entwickeln, Coaches-Workshops.

Was in den bisher vorliegenden Unterlagen noch nicht thematisiert wurde, meines Erachtens aber gleichermaßen wichtig und schwierig ist, ist die Zusammenarbeit und Vernetzung mit der BSPA Linz, die ja für sämtliche Ebenen der staatlichen Trainerausbildung zuständig ist.

Image: ÖOC / GEPA pictures

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